Angebot und Nachfrage – DFB kann sich weitere Zusammenarbeit mit adidas vorstellen

Welch schöner Satz von Theo Zwanziger aus vermeintlich überlegener Lage:

Wir wünschen uns eine Fortsetzung mit adidas unter den neuen Bedingungen des Nike-Angebots

500 Millionen bot Nike für insgesamt acht Jahre, deutlich mehr als die adidas-Summen. Nun ist natürlich klar, dass der DFB mit gestärkter Position in Gespräche mit dem Wunschpartner adidas gehen kann.

Neu war mir, dass schon etwas wie ein mündlicher Vertrag über die Zusammenarbeit von adidas und DFB bis zum Jahr 2014 existiert. Dieses Zugeständnis wurde adidas wohl gemacht, damit der Schuhstreit zur WM beigelegt werden konnte und der Drei-Streifen-Konzern nicht gegen die in Konkurrenz-Schuhen spielenden Nationalspieler interveniert.

Die rechtliche Bewertung überlasse ich anderen. Zwanzigers Aussage, dass zu einem Vertrag ein wenig mehr gehört als sich in die Augen zu sehen, klingt mir aber schon nach Wortbruch.

Quelle: Leipziger Volkszeitung



Nike-Geldsegen für DFB? adidas herausgefordert

Durch die Feiertage ist die Meldung in meiner persönlichen Wahrnehmung erst jetzt angekommen: Nike bietet dem DFB einen Sponsoring-Vertrag mit einem Geamtvolumen von 500 Mio. Euro über 8 Jahre.

Nun wartet man auf eine Reaktion vom bisherigen Ausrüster adidas, ansonsten kann man von einem Wechsel im Jahr 2011 ausgehen. In einer ersten Stellungnahme des adidas-Geschäftsführers Herbert Hainer wurde ein Wettbieten abgelehnt. adidas zahlt momentan nur ca. ein Fünftel des Nike-Angebots.

Offenstichtlich ist der Marktwert der deutschen Nationalteams durch die erfolgreiche WM deutlich gestiegen.



Wunder von Bern relativiert

Die Neue Zürcher Zeitung beleuchtet den Wundercharakter unseres ersten WM-Titels pragmatisch, der (deutsche) Autor schätzt den Einfluss des WM-Siegs als geringer als weithin dargestellt ein. So waren die auswirkungen für den unterlegenen Finalgegener Ungarn deutlicher

Gleich nach dem Spiel brachen in ungarischen Städten vereinzelte spontane Unruhen aus. Für manche Autoren hängt der Volksaufstand im Herbst 1956 mit der WM-Niederlage 1954 zusammen. Der Ausgang des Spiels trug mehr zur Destabilisierung Ungarns bei als zur Stabilisierung der Bundesrepublik.

Auch wenn die kollektiven Effekte eines möglichen WM-Siegs anscheinend geringer sind als erwartet, in mir würde die Euphorie schon eine ganze Weile anhalten :)