Vorschau/Tipp – Bundesliga 32-2008/2009

Es geht in die entscheidenden zwei Wochen, Meisterschaft oder UI-Cup, das ist hier die Frage – oder so ähnlich. Meine Ergebnisse für morgen /übermorgen:

Bayern München – Bayer Leverkusen 2:2
Karlsruher SC – Hannover 96 1:2
1. FC Köln – Hertha BSC Berlin 1:2
VfL Wolfsburg – Borussia Dortmund 1:2
Eintracht Frankfurt – Werder Bremen 2:1
FC Schalke 04 – VfB Stuttgart 2:1
Hamburger SV – VfL Bochum 2:1
Energie Cottbus – Bor. Mönchengladbach 2:1
Arminia Bielefeld – 1899 Hoffenheim 2:1

Kampf um die Meisterschaft danach:

1. HBSC 62 +11
2. Bayern 61 +25
3. Wolfsburg 60 +26
4. BVB 58 +21
5. Stuttgart 58 +17
6. HSV 58 +1

Zerfleischt mich!



Bundesliga 2008/2009: Sponsoren-Analyse

Einen großen Teil ihres Budgets decken Bundesligisten traditionell mit den Zahlungen des Trikotsponsors ab, der in der Regel auch der Hauptsponsor eines Vereins ist. Die Trikotsponsoren zahlen diesmal fast 130 Mio. Euro an die 18 Bundesligavereine, ein neur Rekord.

Viele Namen und Branchen fallen einem ein, wenn man an die Vergangenheit des Trikotsponsorings denkt: Alkohol, Sportartikel, Banken, Autos, Computer. Dabei waren auch immer wieder Peinlichkeiten und Kuriositäten.

Wie sieht es in der Saison 2008/2009 aus?

Bei den Branchen dominieren die Energiekonzerne und der Bereich Verkehr, Logistik und Reisen. Sympathien baut der Konsument zu den Anbietern dieser Branchen wahrscheinlich selten auf, daher der Versuch sich über den Fußball positiv darzustellen.

IT- und Telekommunikatinsunternehmen sponsoren drei Bundesligavereine. Die restlichen Branchen sind jeweils nur einmal vertreten. Drei DAX-Unternehmen sind dabei: TUI, VW und die Telekom.

Trikotsponsoren nach Branchen

Branche Sponsoren
Energie 4
Verkehr/Logistik/Reisen 4
ITK 3
Autos 1
Brauereien 1
Finanzen, Banken, Versicherungen 1
Industrie 1
Lebensmittel 1
Presse/Verlage 1
Textil 1

Der Großteil der Sponsoren (14) kommt nach wie vor aus Deutschland. Jeweils ein Vertreter kommt aus Russland, den USA, Japan und den Vereinigten Arabischen Emiraten.

Viele Sponsoren haben einen regionalen Bezug zu den Vereinen. Direkt aus den Städten der gesponsorten Vereine kommen TUI, VW, Deutsche Bahn, EnBW (Karlsruhe), Fraport und ReWe. Zumindest aus der Nähe kommen Evonik, teldafax, EnBW (Stuttgart), kik, Krombacher und enviaM.

Eine große Spanne gibt es bei den Preisen, die die Bundesligavereine mit ihrer Brust aufrufen.

Verein Sponsor Summe (in Mio. Euro)
Bayern München T-Com bis zu 20,0
FC Schalke 04 Gazprom bis zu 20,0
VfL Wolfsburg VW bis zu 20,0
Borussia Dortmund Evonik bis zu 10,0
Werder Bremen Citibank bis zu 9,5
Hertha BSC Deutsche Bahn AG bis zu 8,0
Bayer Leverkusen teldafax ca. 6,0
VfB Stuttgart EnBW bis zu 6,0
Eintracht Frankfurt Fraport ca. 5,0
Hamburger SV Fly Emirates ca. 5,0
Borussia Mönchengladbach Kyocera ca. 4,5
1. FC Köln REWE-Group ca. 3,5
Hannover 96 TUI ca. 3,0
VfL Bochum kik ca. 2,5
1899 Hoffenheim TV-Digital ca. 2,5
Karlsruher SC EnBW ca. 1,65
Arminia Bielefeld Krombacher ca. 1,5
Energie Cottbus enviaM ca. 1,0

Interessant ist hierbei, das keiner der Aufsteiger unter den letzten drei zu finden ist. Traditionsvereine wie Gladbach und Köln sind natürlich aufgrund der großen Fanbasis gefragt. Das Neuling Hoffenheim aber auf Anhieb mehr Einnahmen erzielt als Karlsruhe, Bielefeld und Cottbus, ist aber schon seltsam. Ansonsten sticht noch Wolfsburg heraus, die von VW Zahlungen in Bayern-Dimensionen erhalten. Schauen wir mal was es bringt.



Abschlussbilanz Bundesliga 2007/2008

Zeit für die Bilanz meines traditionell schlechten Saisontipps. Vor der Saison sagte ich die Abschlusstabelle 2007/2008 voraus, die nun masochistisch mit der Wirklichkeit verglichen wird.

1. Bayern München (2./1)
2. Werder Bremen (1./1)
3. FC Schalke 04 (4./1)
4. Hamburger SV (3./1)
5. VfL Wolfsburg (17./12)
6. VfB Stuttgart (5./1)
7. Bayer Leverkusen (11./4)
8. Hannover 96 (15./7)
9. Eintracht Frankfurt (10./1)
10. Hertha BSC Berlin (7./3)
11. Karlsruher SC (14./3)
12. VfL Bochum (9./3)
13. Borussia Dortmund (8./5)
14. Energie Cottbus (12./2)
15. Arminia Bielefeld (13./2)
16. 1. FC Nürnberg (6./10)
17. Hansa Rostock (16./1)
18. MSV Duisburg (18./0)

Es sind dieses Jahr 58 Punkte Abweichung. Das ist zwar besser als im letzten Jahr, aber immer noch grottenschlecht. Mein Rat: Nehmt keine Tipps von mir als Wettgrundlage. Versaut haben es die beiden Ausreißer Nürnberg und Wolfsburg, die ich in etwa rollenvertauscht getippt habe.

Wie liegt ihr mit Euren Tipps?



Play-off für die Bundesliga?

Hertha-Hoeneß regt an die internationalen Startplätze in einem Play-off-Modus auszuspielen, um das Mittelfeld der Liga interessanter zu machen. Mir war nicht bewusst, dass in den Niederlanden mit einem solchen System gespielt wird – aber auch dort häufen sich kritische Töne.

Ich finde, die Saison ist lang und spannend genug, um für eine faire Verteilung der internationalen Plätze zu sorgen. Vorschlag abgelehnt.



Bundesliga-Ausrüster – Saison 2007/2008

Während sich in der Sommerpause fast alles um Transfers dreht, sollte man nicht vergessen, dass auch auf der Ausrüsterbühne Bewegung herrscht. Die Sportartikelhersteller investieren einiges um ihre Kleidung an den Bundesliga-Mann zu bringen, gelangt ihr Name doch so auf die Mattscheibe und mittelfristig auch auf die Brust und in das Hirn der Fans.

Die Bundesliga teilen in der kommenden Saison zehn Ausrüster untereinander auf. Die meisten Teams beliefert Adidas (5), Nike darf noch 3 Teams ausrüsten, Saller und Jako je 2 und der Rest (Puma, Kappa, Umbro, Diadora, Masita, Uhlsport) nur eines.

Grafisch sieht das dann so aus: (mehr…)



Abschlussbilanz Bundesliga 2006/2007

Bereits vor der Saison präsentierte ich die Abschlusstabelle 2006/2007. Wie in der Winterpause, liege ich auch am Ende knapp daneben.

1. VfB Stuttgart (9. / 8 )

Mein Kompliment ging an Stuttgart schon zur Winterpause und kann nun erneuert werden. Habe ich wirklich nicht mit gerechnet.

2. Schalke 04 (6. / 4)

Schalke am Ende besser als erwartet, für das große Ende hat es wieder nicht gereicht.

3. Werder Bremen (2. / 1)

Fast richtig.

4. Bayern München (3. / 1)

Fast richtig, aber: kein Titel, nächstes Jahr nur UEFA-Cup.

5. Bayer Leverkusen (5. / Treffer)

Wow, mein einziger Treffer.

6. 1. FC Nürnberg (8. / 2)

Klasse Saison, vielleicht kommt ja noch der DFB-Pokal dazu?

7. Hamburger SV (1. / 6)

Mein getippter Meister am Ende doch gar nicht so schlecht und im UI-Cup.

8. VfL Bochum (14. / 6)

Deutlich besser als erwartet. Glückwunsch zum Torschützenkönig.

9. Borussia Dortmund (10. / 1)

Fast richtig.

10. Hertha BSC Berlin (4. / 6)

Enttäuscht.

11. Hannover 96 (12. / 1)

Fast richtig.

12. Arminia Bielefeld (15. / 3)

Ein wenig besser als erwartet.

13. Energie Cottbus (17. / 4)

Ein wenig besser als erwartet.

14. Eintracht Frankfurt (7. / 7)

Am Ende schlechter als erwartet, der Saisonauftakt und der UEFA-Cup versprachen mehr.

15. VfL Wolfsburg (16. / 1)

Fast richtig, war bei mir aber Absteiger.

16. 1. FSV Mainz 05 (13. / 3)

Das war es leider für Mainz mit der Bundesliga.

17. Alemannia Aachen (18. / 1)

Der einzige richtig getippte Absteiger.

18. Borussia M’gladbach (11. / 7)

Auch ohne Heynckes ging es nicht mehr bergauf.

Wow, wieder 62 Punkte Gesamtabweichung. Vielleicht sollte ich die Sportart wechseln.



Etat-Tabellenplatz-Verhältnis analysiert

Frank vom Ball-Blog hat das Verhältnis der Etats der Bundesligisten zu ihren aktuellen Tabellenplätzen analysiert. Während die Top 4 der Liga auch finanziell am besten ausgestattet ist, sind ab dem Mittelfeld einige Ausreisser dabei.

Am besten schneidet beim Vergleich “Etat vs. Tabelle” Energie Cottbus ab, die bei der Etat-Tabelle Platz 18, in der Bundesliga aber Platz 8 belegen. Die bereits als Absteiger feststehenden Gladbacher schneiden auch im Vergleich “Etat vs. Tabelle” am schlechtesten mit einen einer Differenz von 7 Plätzen ab.

Weiterer Gewinner in diesem Vergleich ist natürlich Nürnberg, mit acht Plätzen über dem zugewiesenen Etatplatz. Für Freunde des Statistikwahns gibt es das ganze auch noch grafisch aufbereitet.



UEFA-Cup-Platz als Beleidigung

Jan hat angeregt von einem Artikel aus der Süddeutschen mal schön zusammengefasst, was die Bundesligavereine vom UEFA-Cup halten: Nichts.

Tatsächlich fällt auf, dass die Ligaprominenz meckert, verglichen mit den europäischen Top-Ligen seien die Etats zu klein. Und gleichzeitig ziehen Teams wie Osasuna und Espanyol ins UEFA-Pokal-Halbfinale ein.

Im kommenden Jahr könnte mit Nürnberg wieder ein deutscher Vertreter dabei sein, für den es eine Ehre ist UEFA-Cup-Spiele zu bestreiten (wie sonst in jüngerer Vergangenheit nur den Pokalfinalisten Union, Aachen und Frankfurt).

Jan fasst passend zusammen:

Im Uefa-Cup lässt sich vielleicht nicht das ganz große Geld verdienen, aber eine Portion Prestige ist allemal drin. Und davon kann die Bundesliga mindestens genausoviel gebrauchen.



Konsequenzen in Italien

Der italienische Senat hat heute neue Gesetze zur Bekämpfung der Gewalt im Umfeld des Fußballs verabschiedet.

Die meisten Punkte klingen vernünftig – wenn sie denn angewendet werden: So werden Stadionverbote konsequenter erteilt und die Vergabe von Tickets schärfer kontrolliert.

Ein ambitionierter Teil des Gesetzes verbietet Spruchbänder und Plakate, die zu Gewalt aufrufen und Drohungen enthalten.

Ich weiß ja nicht wie das in Italien aussieht, aber ist das nicht theoretisch auch schon so verboten?

Die italienische Sportministerin möchte gewalttätige Fans isolieren und Familien zurück in die Stadien bringen.

Das unterschreibe ich.



Die Liga bleibt unrosa

Lustiger rosa Vogel

Lange Zeit schien klar, dass die Telekom sich die Namensrechte an der Fußball-Bundesliga sichern wird – doch nun die Wende.

Nur 8,9 % der Bundesbürger ;) waren für einen Verkauf der Namensrechte und angesichts der eher schlechten finanziellen und medialen Lage des Konzerns, verzichtet man nun auf die 15 Mio. Euro-Investition.

Da sind wir gerade noch davongekommen.